Psalterium um 1260/70
Stiftsbibliothek Kloster Engelberg

Restauratorische Massnahmen
Der entlang den Fehlstellen teilweise stark gelockerte Kreidegrund wurde mit wasserdünnem Leim aus der Schwimmblase des Fisches Hausen gefestigt. Mit einer Mikroinjektionsnadel, die mit Hilfe eines Kleinkompressors in der Grösse varierbare Bindemitteltröpfchen applizieren kann, wurden die Fehlstellenränder und losen Schollen gefestigt. Der Schaden konnte dadurch gestoppt werden. Eine Ergänzung der Fehlstellen wird in solchen Fällen nie in Betracht gezogen.

Mittelalterliche Handschrift
Konsolidierung loser Farbschichten

Zustand vor der Restaurierung
Mehrere ganzseitige Miniaturen weisen in der Malerei grossflächige Ausbrüche des dicken vergoldeten Kreidegrundes auf. Auffällig ist, dass nur der mit Blattgold behandelte Kreidegrund davon betroffen ist, nicht aber die mit Pigmenten bemalten Stellen.


Auf dieser Fotografie sind alle Ränder eingezeichnet, die bei dieser Miniatur fixiert wurden. Alle restaurierten Miniaturen dieser Handschrift sind durch eine solche Skizze im Restaurierungsprotokoll dokumentiert.