Papstbulle


Papstbulle
Papstbulle
Ablassbrief
Siegel 1
Siegel 2

Eine Papstbulle (Siegel aus Blei) recto vor der Restaurierung. Bei den weissen Ausblühungen handelt es sich um Bleicarbonat, das das Blei allmählich zerfrisst. Die Siegelschnur aus Seide ist dort, wo sie ins Siegel ein- und austritt bereits mit Heftfaden abgebunden und mit Cyclododecan versiegelt. Damit wird verhindert, dass sich die zur Restaurierung des weissen Bleicarbonates nötige 0,5 molare Schwefelsäure ins Siegelinnere gelangt und die Siegelschnur zerstört.



Die Rückseite der Papstbulle mit noch stärkerer Bleikorrosion. Der Grund für deren Entstehung ist vielfältig: unter anderem Luftsauerstoff, Abgase aus der Umwelt, Gerbsäuren von Holzregalen, Schweissbestandteile aus der Haut wie Fette und Salze u.a.



Links die Klemme, die den Stromkreislauf schliesst, rechts die mit Schaumstoff ummantelte Platinelektrode. Unter der Spitze liegt ein Tropfen 0,5 molare Schwefelsäure. Im Tropfen gut erkennbar die Bläschenbildung, was ein Indiz ist, dass die Reduktion des Bleicarbonates im Gang ist. Das Siegel ist nun vom Bleicarbonat gereinigt.



Die Geräte für die Restaurierung der durch Bleicarkorrosion beschädigten Papstbullen. Links ein Netzgerät, unten die Papstbulle mit der daran befestigten Kathode, rechts die Anode im Tropfen Schwefelsäure, in der Mitte die Urkunde mit der Siegelschnur an der Papstbulle befestigt.



Das vom Bleicarbonat befreite Siegel wird mit einem unsichtbaren mikrokristallinen Wachs überzogen, um erneuter Bleikorrosion vorzubeugen.