Papstbulle
Eine Papstbulle (Siegel aus Blei) recto vor der Restaurierung. Bei den weissen Ausblühungen handelt es sich um Bleikorrosion (Bleicarbonat), welche das Blei allmählich zerfrisst.
Das restaurierte Siegel (Rückseite), wenige weisse Stellen verbleiben, es handelt sich jedoch nicht mehr um Bleicarbonat.
Die Bleikorrosion ist schon so weit fortgeschritten, dass in der Mitte des Siegels ein Loch entstanden ist.
Das restaurierte Siegel (Vorderseite), bei den wenigen weissen Stellen handelt es sich nicht mehr um Bleicarbonat.
Die Siegelschnur aus Seide ist dort, wo sie ins Siegel ein- und austritt mit Heftfaden abgebunden und mit Cyclododecan versiegelt. Damit wird verhindert, dass sich die zur Restaurierung des weissen Bleicarbonates nötige 0,5 molare Schwefelsäure ins Siegelinnere gelangt und die Siegelschnur zerstört. Auf der linken Siegelhälfte ist die Bleikorrosion entfernt. Links in der Mitte die Kathode oben die weisse Spitze der Anode, darunter ein Tropfen 0,5 molare Schwefelsäure.
Links die Klemme (Kathode), die den Stromkreislauf schliesst, die weisse Spitze (Anode) mit Schaumstoff ummantelte Platinelektrode. Unter der Spitze liegt ein Tropfen 0,5 molare Schwefelsäure. Im Tropfen gut erkennbar die Bläschchenbildung, was ein Indiz ist, dass die Reduktion des Bleicarbonates im Gang ist. Das Siegel ist schon weitgehend vom Bleicarbonat gereinigt.