Die Restaurierung eines überdimensionalen Kupferstichs von 2 x 1,5 m
vorher:
Dieser Kupferstich lagerte Jahrzehnte auf einem Dachboden. Durch den Zerfallsprozess und den Schmutz hat sich ein weisser Schleier gebildet, der den Druck fast ganz zudeckt.
vorher:
Die Rückseite mit dem Keilrahmen und der zerfetzten Leinwand, auf die der Kupferstich geklebt ist.
nachher:
Der restaurierte Kupferstich neu auf Japanpapier und Leinwand aufgezogen, Abbröckelnde Papierschichten wurden durch Leimung des Papiers gefestigt. Die Fehlstellen wurden ergänzt und gemäss Vorgaben der Denkmalpflege nur tonal retuschiert. Der Kupferstich ist gerettet, das Papier bleibt aber stark degradiert und der Druck an vielen Stellen abgerieben.
vorher:
Die untere linke Ecke des Kupferstiches ist an vielen Stellen gerissen und hat sich vom braunen Keilrahmen abgelöst. Das Papier ist sehr stark degradiert. Es ist an solchen stark degradierten Stellen am Abbröseln.
nachher:
Die untere Ecke.
in Arbeit:
Der Kupferstich liegt mit dem Bild nach unten in wenig Wasser in einer Wanne. Mit Dampf wird die Leinwand auf der Rückseite abgenommen. Die weissen Stellen am unteren Rand der Wanne sind fehlende Teile des Kupferstichs.
Der Kupferstich im Wasserbad nach dem Entfernen der Leinwand auf der Rückseite . Dieses Bad aus warmem Leitungswasser wird dreimal wiederholt und löst viel Schmutz, aber auch abgebaute Bestandteile des Papiers und Säuren heraus.
in Arbeit:
Detail nach dem Entfernen der Leinwand. Das Ausmass der Fehlstellen (weisse Löcher) ist erst jetzt erkennbar.
in Arbeit:
Die Rückseite des Kupferstiches nach der Abnahme der Leinwand. Reste des Kleisters werden mit Spatel und Schwamm abgehoben.
in Arbeit:
Der Kupferstich liegt auf dem Tisch und wird zum Fixieren der vielen losen Teile und eingerissenen Stellen mit ein Meter breiten Bahnen aus Japanpapier hinterklebt, um dem Druck wieder Festigkeit zu geben. Diese Arbeit erfolgt gemäss traditionellen japanischen Techniken mit Weizenstärkekleister und japanischen Pinseln. Nach dem Trocknen wird eine weitere, dickere Schicht Japanpapier aufgeklebt.
nachher:
Die untere rechte Ecke ist mit einem Büttenpapier ergänzt und muss noch tonal retuschiert werden. Das Papier wurde bereits auf den Grundton des Originals eingefärbt.